Tauchlehrer aus Leidenschaft

Entdecke die wunderbare Welt der Seekuh

Gernot Hörnle ist der Chef der Tauchschule Seekuh. Er ist nicht nur selbst begeistert vom Unterwassersport, er möchte seine Begeisterung weitergeben. Deswegen hat er die Tauchschule Seekuh gegründet. Der Laden und die Schule sind eine Non-Profit-Firma in der alle 14 Mitglieder ehrenamtlich arbeiten.

Er hat schon immer daran geglaubt, dass es ganz tief im Meer noch viele Dinge gibt, die wir uns überhaupt nicht vorstellen können. Das ist es, was ihn antreibt, deswegen ist er Tauchlehrer geworden. Norwegens Unterwasserwelt ist schroff und steil, Ägyptens Riffe sind bunt. Wenn der 42-Jährige von Fischschwärmen spricht, die von unten aussehen wie Weintrauben, dann spürt man sofort seine Begeisterung. Gernot Hörnle ist der Chef der Tauchschule Seekuh. Wenn er von all den tropischen Korallenriffen und arktischen Meeren schwärmt, dann möchte man sich am liebsten sofort die Sauerstoffflasche umschnallen und mitkommen.

Ein Unternehmen das nur Spaß und keine Gewinne macht
Die Tauchschule Seekuh und der dazugehörige Shop sind eine Non-Profit-Firma. Das sind Unternehmen, die keine Gewinne machen. Genau genommen hat ihn sogar das Finanzamt darauf gebracht. „Als ich das erste Mal davon gehört habe, wusste ich sofort, das ist mein Geschäftsmodell“, erklärt Hörnle grinsend. Er wollte keinen Verein gründen, damit hat er schlechte Erfahrung gemacht, zu wenig Kontinuität und Verbindlichkeit schwingen da mit. Aber ein Unternehmen sollte es auch nicht sein. Ihm ging es schon immer um den Spaß am Tauchen und nicht um den Druck, Geld verdienen zu müssen. Alle 14 Angestellten der Tauchschule und des Shops sind ehrenamtliche Mitarbeiter. „Als Belohnung gibt es hin und wieder einen Tauchkurs“, so Hörnle. Nicht wenige haben hier ihren Tauchlehrerschein gemacht und bilden jetzt selbst aus. Auch Hörnle verdient sein Geld woanders. Er ist Informatiker bei einer Behörde. Und die Eigentümerin der Non-Profit-Firma ist offiziell seine Partnerin Alexandra Krug. Auch sie ist Tauchlehrerin und mit Begeisterung dabei. Selbstverständlich haben die beiden sich beim gemeinsamen Hobby kennen gelernt.

Sein Schlüsselerlebnis war ein Tauchgang im Bodensee
Dabei hat er seine große Leidenschaft fürs Tauchen durch Zufall entdeckt. Als Student saß er mit zwei Freunden in einer Kneipe und wollte sich für den nächsten Tag verabreden, aber die anderen wollten tauchen gehen. Da er nicht auf den Mund gefallen ist, hat er gleich gefragt, ob er mit darf. Von da an ging er regelmäßig ins Wasser. Sein Schlüsselerlebnis war ein Tauchgang im Bodensee: „Da habe ich von weit unten an die Wasseroberfläche geschaut und gewusst, hier bist du richtig.“ Seitdem macht er mehr als 250 Tauchgänge pro Jahr. Fast zwangsläufig wurde er Tauchlehrer. Da er festgestellt hat, dass seine Schüler nur dabeibleiben, wenn sie eine vernünftige Ausrüstung haben, hat er irgendwann nicht nur beraten, sondern auch verkauft. Schnell waren die Kapazitäten im heimischen Keller erschöpft. 2001 hat er zusammen mit einem Freund in Wiesbaden seinen ersten Laden eröffnet. Da es auch dort zu eng wurde, siedelte er in die Kurmainz-Kaserne um, aber auch dort konnte er nicht bleiben, erst in den Räumen am großen Sand fanden er und seine Mitstreiter endlich einen Ort, wo sie bleiben konnten. Getaucht wird im Taubertsbergbad, in den umliegenden Seen und gelegentlich auch auf den ausgedehnten Reisen, die die Crew der Seekuh unternimmt. ag


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