Ein tolles Vereinsangebot ist wichtig für das Image

Blaues Herzblut, breite Brust

Eine hervorragende Infrastruktur setzt beste Rahmenbedingungen für den Sport beim TSV Schott. Das unterstreicht der große Mitgliederzuwachs der letzten Jahre. Fußball und Hockey sind besondere Aushängeschilder. Kein horrender Etat, sondern Werte, Köpfe und Konzepte prägen den Erfolg.

Wir haben enormen Zuspruch“, freut sich Bert Balte, Fußball-Cheftrainer und Trainer der Ersten Mannschaft des TSV Schott, auch im Hinblick auf seine Abteilung. Zustimmend nickt  Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer, Vorstandsvorsitzender der Schott AG und zugleich Erster Vorsitzender des TSV. „Allein in den letzten fünf Jahren sind 1100 neue Mitglieder hinzugekommen, so dass wir nun 3600 Mitglieder zählen“, wartet er mit beeindruckenden Zahlen auf.
Der Erfinder des Leitmotivs „Blaues Herzblut, breite Brust“ ist Salvatore Ruggiero, Schott-Marketing-Stratege und sportlicher Leiter Fußball im TSV. „Das ehrenamtliche Engagement im Verein ist auch deshalb sehr groß, weil wir regelmäßig Weiterbildungen für unsere Trainer und Betreuer anbieten“, sagt er mit Blick auf die große Organisation, die ein Verein mit 25 Sportarten und allein 23 Mannschaften im Bereich Fußball erst einmal stemmen muss.

Sport als Ausgleich Ein breites Ausgleichsangebot zum Arbeitsalltag war stets Motivation des TSV Schott, der 1953 ein Jahr nach der Werks­eröffnung in Mainz etabliert wurde. Die Vermittlung von gesellschaftlichen und sozialen Werten genießt gerade heute eine hohe Beachtung, die von der Vereinsführung bis zu den jüngsten Mitgliedern transportiert wird und zu einem gelungenen Miteinander führt. „Tradition des Unternehmens ist, sich verantwortlich zu fühlen für Mitarbeiter und Gesellschaft. In den letzten Jahren haben wir das Thema Kinder und Jugendliche in den Vordergrund geschoben, weil es da am nötigsten ist. Die Vermittlung  sozialer Aspekte, Teamgeist, Fairness, Respekt, auf andere eingehen und nicht nur sich selbst sehen – diese Werte leben wir. Sie sind wichtig für die Persönlichkeitsbildung und die Integration“, betont Ungeheuer im Gespräch. Um Kinder und Jugendliche besonders zu fördern, wurde vor drei Jahren beschlossen, dass zwei sportliche Aushängeschilder sinngebend seien. Aus dem Breitensport hatten sich zwei Sportarten herausgeschält: Fußball, weil er in Deutschland Sportart Nummer eins ist, und Hockey, weil es beim TSV schon immer eine herausragende Stellung hatte. „Gerade mit diesen Teamsportarten kann man Kinder und Jugendliche motivieren, begeistern und zum Sport bewegen“, erklärt Ungeheuer aus der Erfahrung. Dabei setzt der Vorstandsvorsitzende, in Schulzeiten selbst ein erfolgreicher Leistungssportler im Rennkajak, besonders auf die Vorbildfunktion der Ersten Mannschaften, an der sich der Nachwuchs orientieren soll.

Leistungsorientierung als Vorbild
„Die eingeschlagene Leistungsorientierung im Fußball verlangt ein einheitliches Konzept“, stimmt Balte mit Ungeheuer und Ruggiero überein. Stolz ist man auf den eigenen Nachwuchs, der die gute konzeptionelle Arbeit aufzeige. Der Verein setzt auf Kontinuität. Tatsächlich herrscht geringe Fluktuation: „Wir haben dieses Jahr nur sechs Spieler geholt, davon zwei aus der eigenen Jugend, und spielen nach drei Aufstiegen in Folge jetzt in der Landesliga mit 15 Spielern, die schon im dritten Jahr oder länger bei uns sind“, betont der Cheftrainer. Im nächsten Jahr werden sechs bis sieben Spieler aus der A-Jugend für die Erste Mannschaft interessant. „Der Altersdurchschnitt der Ersten Mannschaft ist 24 Jahre und lässt für die Zukunft auf viel hoffen“, bleibt Balte perspektivisch. Dennoch denkt der Trainer Schritt für Schritt. „Wir genießen den enormen Zuspruch, weil das Konzept gut ist. Wir leisten gute Jugendarbeit und haben eine gute Außenwirkung.“
Also keine maßlos gesponserte Truppe? Ein klares Nein aus der Runde. Die Attraktivität des Vereins sei der Garant, dass man gute Leute bekomme und halte. Das betreffe Trainer, Übungsleiter, Spieler, unterstreicht Ungeheuer. „Wir zahlen nicht viel, sondern helfen im Gegenteil auch Nachbarvereinen in Mombach und Gonsenheim bei der Verbesserung der Sportanlagen.“

Gelebtes ImageDass nicht nur der Nachwuchs von der Leistung der Fußballer begeistert ist, zeigt die wachs­ende Zuschauerzahl an den Spieltagen. Immerhin waren die Spiele des TSV zweitgrößter Publikumsmagnet in der abgelaufenen Saison der Bezirksliga. „Die Spielberichte liegen montags in der Werkskantine und in der Vereinsgaststätte aus und finden mit den anderen Sportberichten reißenden Absatz“, berichtet Ruggiero von dem gemeinschaftlichen Spirit, der die hohe Identifikation mit dem Verein ausdrückt.
Dass der Erfolg niemandem zu Kopf steigt, dafür sorgt das Team Ungeheuer-Ruggiero-Balte mit ihrem Konzept. Denn Wertevermittlung, Identifikation und Perspektiven für die Sportler erzeugen eine langfristige Bindung an den Verein. Das fängt mit der Schott Kindertagesstätte auf dem TSV-Gelände an und setzt sich erfolgreich in der neuen Kindersportakademie sowie in Fußball-, Hockey- und Tenniscamps fort. th


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